Die Panoramakarten
Prof. H.C. Berann ist weltweit berühmt für seine einzigartigen Panoramakarten, die die alte europäische Maltradition mit moderner Kartografie verbinden. Über sechs Jahrzehnte schuf er Hunderte von panoramischen Meisterwerken — von alpinem Tourismus über Olympische Spiele und Meeresböden bis hin zu Nationalparks.
Die touristischen Karten
Beranns Karriere als Panoramakartograf begann 1934, als er den ersten Preis in einem Wettbewerb für eine Panoramakarte der neu eröffneten Großglockner Hochalpenstraße in Österreich gewann. Seine erste ausländische Karte folgte 1937 für die Jungfraubahn in der Schweiz. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Hunderte weiterer Karten — für Skigebiete, Alpenregionen und Touristenziele in ganz Europa und darüber hinaus.
Die Olympia-Karten
Berann schuf Panoramakarten für mehrere Austragungsorte Olympischer Spiele: Cortina (1956), Rom (1960), Innsbruck (1964 und 1976), Sarajevo (1984) und Hakuba/Nagano (1998). Diese Karten fingen die dramatischen Berg- und Stadtlandschaften jedes Austragungsortes mit seinem charakteristischen künstlerischen Stil ein.
Karten für die National Geographic Society
Es dauerte nicht lange, bis sein Ruhm auch nach Übersee gelangte. Die National Geographic Society wurde auf sein Talent aufmerksam und bat ihn 1963, zwei Himalaya-Karten zu malen: einen Überblick über Khumbu Himal und eine Karte des Mount Everest. Es folgte eine jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit.
Die Meeresbodenreliefs
Die Zusammenarbeit mit der National Geographic Society führte ab 1966 auch zu Karten der Meeresböden. In Zusammenarbeit mit dem Ozeanografie-Pionier Prof. Bruce Heezen von der Columbia University, New York, und seiner Assistentin Marie Tharp wurden Karten aller Meeresböden erstellt. Diese Zusammenarbeit gipfelte 1977 in der berühmten Weltkarte des Meeresbodens im Auftrag der Columbia University und der U.S. Navy.
Weitere Überseekarten
Weitere Überseeaufträge folgten rasch, darunter drei Karten von Südafrika (1976), eine Karte des Fuji in Japan (1978) sowie Wasserleitungspläne für Mekka-Taif und Riad (1983).
Subkontinentale und kontinentale Karten
Im letzten Jahrzehnt seines beruflichen Schaffens malte er neben unzähligen Karten von Touristenorten auch einige großflächige Karten, darunter eine Europakarte für Mair's Geographischen Verlag (1989), Nordamerika (1991), Frankreich (1993) und das Südliche Afrika für das South African National Tourist Office (1994).
Karten der US-Nationalparks
Ein Höhepunkt seines letzten professionellen Jahrzehnts war eine Serie von Karten für den United States National Park Service (1986–1995), die mit dem Denali-Nationalpark endete — seiner letzten Panoramakarte nach sechs Jahrzehnten Arbeit.


















